Wachsende Mengen an Lebensmittelabfällen sind ein Umweltproblem. Forscher entwickelten deshalb einen kleinskaligen Bioreaktor, der Schwarzsoldatenfliegen nutzt, um Essensreste in nützliche Produkte zu verwandeln. Das System ist günstiger und zugänglicher als kommerzielle Anlagen und lässt sich aus handelsüblichen Materialien bauen. Eine Person kann den Bioreaktor betreiben.
Das Team, an dem auch der Entomologe Kerry Mauck von der University of California, Riverside mitarbeitete, testete die Anlage mit Abfällen aus einer Mensa auf dem Campus. Unter grundlegender Aufsicht blieb das System stabil und produzierte etwa ein Pfund Larven pro Quadratyard pro Tag. Die Larven sind proteinreich und geeignet als Futter für Geflügel und Fische.
Der hauptsächliche Output ist Fraß, also Insektenmist, der als Bodenverbesserer dient. Abgeworfene Insektenkörperteile im Fraß scheinen Pflanzenabwehrmechanismen zu stimulieren. Für den Betrieb sind Klimakontrolle sowie gelegentliche Zugaben von Wasser und Holzspänen nötig; zu viel Feuchte kann anaerobe Bakterien fördern und die Larven schädigen.
Schwierige Wörter
- bioreaktor — kleine Anlage zur biologischen Umwandlung von Abfall
- schwarzsoldatenfliege — große Fliege, deren Larven Abfall fressenSchwarzsoldatenfliegen
- fraß — Insektenkot und zerkleinerte Reste als Dünger
- entomologe — Wissenschaftler, der Insekten untersucht und beschreibt
- klimakontrolle — Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- anaerob — Mikroorganismen, die ohne Sauerstoff lebenanaerobe
- holzspan — kleine dünne Stücke von HolzHolzspänen
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Diskussionsfragen
- Würden Sie so einen Bioreaktor an Ihrem Wohnort betreiben? Warum oder warum nicht?
- Welche Vorteile sehen Sie, wenn Larven als Futter für Tiere genutzt werden?
- Welche Probleme könnten in Ihrer Stadt bei größeren Mengen Lebensmittelabfall entstehen?
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