Forscher haben einen kleinen Do‑it‑yourself‑Bioreaktor entwickelt, der mit Schwarzsoldatenfliegen Essensreste verarbeitet. Ziel ist ein günstiges, lokales System, das eine Alternative zu großen Anlagen bietet. Das Gerät lässt sich aus handelsüblichen Materialien bauen und von einer Person betreiben.
Die Larven sind proteinreich und eignen sich als Tierfutter. Außerdem entsteht Fraß, ein Insektendünger, den man als Bodenverbesserer nutzen kann. Das Team testete den Bioreaktor mit Abfällen von einer Mensa auf einem Campus.
Zum Betrieb braucht das System Schatten oder einen kühlen Raum unter 100 Grad Fahrenheit. Nutzer fügen gelegentlich Wasser und Holzspäne hinzu und überwachen Temperatur und pH‑Wert. Bei zu hoher Feuchte muss man Wasser reduzieren oder Holzspäne zugeben.
Schwierige Wörter
- bioreaktor — Gerät für biologische Abfallverarbeitung vor Ort
- schwarzsoldatenfliege — Eine Fliege, deren Larven Abfall fressenSchwarzsoldatenfliegen
- larve — Junge Form eines Insekts vor der VerwandlungLarven
- proteinreich — Hat viel Protein, nützlich als Nahrung
- insektendünger — Dünger aus Insektenresten für den Boden
- mensa — Essensraum an einer Schule oder Universität
- holzspan — Kleine Holzstücke, die Wasser aufnehmenHolzspäne
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würdest du so einen Bioreaktor nutzen? Warum oder warum nicht?
- Welche Vorteile siehst du, wenn Larven als Tierfutter verwendet werden?
- Welche Abfälle aus deiner Schule oder Arbeit würdest du in den Bioreaktor geben?
Verwandte Artikel
Haar zeigt chemische Belastungen über Monate
Neue Forschungen der University of Texas at Austin zeigen, dass menschliches Haar chemische Expositionen über Tage, Wochen und Monate speichern kann. Forschende erhitzen Haarsträhnen und messen die freigesetzten Moleküle mit einem Massenspektrometer.
Zweifel an Elefantenkorridoren in Sri Lanka
In Sri Lanka gibt es einen schweren Konflikt zwischen Menschen und Elefanten. Die Regierung plant vier große Elefantenkorridore, doch Experten sagen, die Lösung beruhe nicht immer auf dem Verhalten der Tiere und ein Aktionsplan wurde gebremst.
Gemeinden werden in Manyange Na Elombo-Campo einbezogen
Das Manyange Na Elombo Campo MPA an der atlantischen Küste Kameruns umfasst 110,300 Hektar und 10 Dörfer. Ein Leitfaden vom 28. Juni 2024 fördert die Beteiligung der Gemeinden, doch illegale Fischerei und unsichere Finanzierung bleiben Probleme.
Starke Zivilgesellschaft und indigene Stimmen bei COP30 in Belém
Bei der UN-Klimakonferenz COP30 2025 in Belém war die Zivilgesellschaft sehr präsent. Lokale, städtische und indigene Gruppen prägten das Geschehen, organisierten den People’s Summit und übergaben kollektive Forderungen an COP-Beamte.