Eine Übersichtsarbeit, veröffentlicht im International Journal of Eating Disorders, analysiert 41 Studien aus den Jahren 1973 bis 2023. Die Auswertung zeigt, dass etwa 70% der während Essanfällen berichteten Nahrungsmittel hochverarbeitet waren, während nur etwa 15% minimal verarbeitet waren.
Über Jahrzehnte tauchen immer wieder dieselben Produkte auf: Kuchen, Eis, Kekse, Schokolade, Gebäck, Pizza und Chips. Diese Lebensmittel verbinden raffinierte Kohlenhydrate mit Fetten und werden deshalb als besonders belohnend und leicht übermäßig konsumierbar beschrieben.
Die Autorinnen und Autoren, darunter Forschende aus mehreren US-Universitäten, betonen eine Forschungslücke: In der Forschung zu Essstörungen wurde lange vor allem das Verhalten untersucht, nicht die Beschaffenheit der Lebensmittel. Die Ergebnisse könnten Präventions- und Behandlungsstrategien beeinflussen.
Schwierige Wörter
- Essanfall — plötzliche Episode mit sehr viel EssenEssanfällen
- hochverarbeitet — stark veränderte Lebensmittel durch industrielle Prozesse
- minimal verarbeitet — kaum verändert und nah an natürlicher Form
- raffiniert — Zucker und Stärke mit wenig Nährstoffenraffinierte
- belohnend — gibt ein angenehmes und befriedigendes Gefühl
- Strategie — Pläne oder Maßnahmen zur Vorbeugung und BehandlungPräventions- und Behandlungsstrategien
- Auswertung — Untersuchung und Deutung von Daten oder Ergebnissen
- Forschungslücke — etwas Wichtiges, das in Forschung fehlt
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Diskussionsfragen
- Warum, denkst du, werden Produkte wie Kuchen, Eis und Chips bei Essanfällen genannt?
- Wie könnten Präventions- oder Behandlungsstrategien anders aussehen, wenn die Beschaffenheit der Lebensmittel stärker berücksichtigt wird?
- Welche Veränderungen im eigenen Einkauf oder Zuhause könnten helfen, Essanfälle zu reduzieren?
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