Plastik-Sachets werden vor allem in ärmeren und mittleren Einkommensländern genutzt, weil sie günstige Einzelportionen bieten. Umweltgruppen schätzen, dass jährlich 855 billion Sachets verkauft werden; Südostasien verbraucht fast die Hälfte und die Menge könnte bis 2027 auf 1.3 trillion steigen.
BreakFreeFromPlastic (BFFP), eine globale Bewegung mit über 13,000 Organisationen und Einzelpersonen, führte zwischen October 2023 und February 2024 Community-Brand-Audits an 50 locations in Indien, Indonesien, den Philippinen und Vietnam durch. Freiwillige sammelten und dokumentierten mehr als 33,000 sachets, die 2,678 different brands zugeordnet wurden.
Der Bericht fand, dass 86 per cent der gesammelten Sachets aus verpackten Lebensmitteln stammten. Er identifizierte große globale Verursacher wie Unilever, Nestlé und Procter & Gamble. Manche Firmen verbrennen Sachets als Brennstoff, was zusätzliche Verschmutzung verursacht. Aktivisten fordern schrittweises Auslaufen und Investitionen in Wiederverwendung.
Schwierige Wörter
- sachet — kleine einzelne Verpackung aus Plastiksachets
- einzelportion — kleine Menge eines Produkts für eine PersonEinzelportionen
- umweltgruppe — Organisation, die Umweltprobleme beobachtet und kritisiertUmweltgruppen
- freiwilliger — Person, die ohne Bezahlung hilftFreiwillige
- verbrennen — etwas mit Feuer vollständig zerstören
- verschmutzung — Schmutz oder Schadstoffe in der Umwelt
- wiederverwendung — ein Produkt mehrmals statt einmal nutzen
- auslaufen — schrittweise beendet werden oder aufhören
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Sollten Einweg-Sachets in deinem Land schrittweise verboten werden? Begründe deine Meinung.
- Welche einfachen Alternativen zu Plastik-Sachets würde du vorschlagen?
- Wie könnten Firmen oder Gemeinden die Wiederverwendung statt Einweg fördern? Nenne zwei Ideen.
Verwandte Artikel
Bäuerliche Aktionen und Agroökologie vor COP30
Philippinische Bäuerinnen und Bauern organisierten vor COP30 Messen, Workshops, Kochaktionen und Petitionen. MASIPAG widersprach einer geplanten GVO-Verordnung, förderte Agroökologie und diskutierte Landreform sowie Frauenrechte in ländlichen Gebieten.
Grillenfutter aus Lebensmittelabfällen in Uganda
In Masaka, Uganda, züchten Kleinbauern Grillen als Eiweißquelle. Forschende der Uganda Christian University entwickelten günstiges Futter aus städtischen Lebensmittelabfällen. Das neue Futter soll Kosten senken, Abfall nutzen und die Produktion verbessern.
Transgender in Pakistan: Arbeit, Klima und Wandbilder
Die Transgender-Gemeinschaft in Pakistan erlebt Ausgrenzung. Nach rechtlichen Rückschlägen baut die Gender Interactive Alliance in Karachi Programme zu Gesundheit, Beschäftigung und Klimagerechtigkeit aus – darunter EcoDignity und ein gemeinsames Wandbildprojekt.