Die Magnetresonanztomographie (MRT) nutzt Magnetfelder und Radiowellen, um den Körper abzubilden. Üblich zeigt die MRT die Anatomie, aber nicht die molekulare Aktivität in Zellen.
Ein Forschungsteam an der University of California, Santa Barbara entwickelte einen genetisch kodierten, proteinbasierten Sensor. Der Sensor nutzt Aquaporin, einen Wasserkanal in der Zellmembran, und modulare Schaltkreise, damit er verschiedene Signale erkennen kann. Das System heißt MAPPER.
Die Forscher sagen, MAPPER könne helfen, Krebs, Neurodegeneration und Entzündungen mit MRT sichtbar zu machen und in Tierstudien die Zahl der benötigten Tiere zu reduzieren.
Schwierige Wörter
- magnetresonanztomographie — Bildgebendes Verfahren mit starken Magneten und Radiowellen
- radiowellen — elektromagnetische Wellen, die für Bilder und Funk genutzt werden
- molekular — auf kleine Teilchen (Moleküle) in Zellen bezogenmolekulare
- kodieren — Informationen in Gene oder DNA festlegenkodierten
- aquaporin — Protein, das Wasser durch Zellmembranen transportiert
- zellmembran — äußere Hülle der Zelle, trennt innen und außen
- schaltkreis — Verbindung von Teilen, die elektrische Signale steuertSchaltkreise
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es deiner Meinung nach wichtig, molekulare Aktivität im Körper sichtbar zu machen?
- Findest du gut, dass MAPPER die Zahl der benötigten Tiere in Studien reduzieren kann? Warum?
- Hast du schon einmal ein MRT gehabt? Wie war die Untersuchung für dich?
Verwandte Artikel
Gezielte Hirnstimulation reduziert PTBS-Symptome
Eine Studie zeigt: Zwei Wochen MRT-geführte, niederfrequente transkranielle Magnetstimulation (TMS) senkt die Amygdala-Reaktivität und verbessert PTBS-Symptome. Die Wirkung begann nach zwei Wochen und hielt mindestens sechs Monate an.
Zelltransplantation verbessert Herzfunktion nach Rückenmarksverletzung
Forscher transplantierten unreife Nervenzellen in ein Rattenmodell mit Rückenmarksverletzung. Die Tiere zeigten stabileren Ruheblutdruck und niedrigere Herzfrequenz, doch hormonelle Ausgleichsreaktionen blieben bestehen. Weitere Arbeit soll dauerhafte Vorteile sichern.
Netzwerk von Hirnstamm zum Rückenmark steuert Handbewegungen
Forscher fanden einen mehrstufigen Weg, der Signale vom Gehirn über den Hirnstamm zum Rückenmark leitet und so Hand- und Armbewegungen unterstützt. Die Kartierung dieses Pfads könnte neue Therapien nach Schlaganfall ermöglichen.