Ein Forschungsteam prüfte, wie Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) die Ankunftszeit eines Fahrzeugs einschätzen. Teilnehmende saßen in einem Virtual‑Reality‑System, das realistische Autogeräusche zeigte und spielte.
In den Versuchen erlebten die Personen ein herannahendes Fahrzeug nur über Sehen, nur über Hören oder über beides zusammen. Sie drückten einen Knopf, wenn das Fahrzeug ihren Standort erreicht hätte. Die Forschenden erwarteten, dass die AMD‑Gruppe sich mehr auf Geräusche stützt und dass kombinierte Reize genauer sind, wenn beide Hinweise vorhanden sind.
Das Ergebnis zeigte aber, dass die AMD‑Gruppe sehr ähnlich abschnitt wie Menschen mit normalem Sehvermögen. Die Kombination von Sehen und Hören verbesserte die Genauigkeit nicht deutlich.
Schwierige Wörter
- forschungsteam — Gruppe von Personen, die neue Fragen untersucht
- altersbedingt — Durch das Alter verursacht, mit dem Altern verbundenaltersbedingter
- makuladegeneration — Krankheit der Netzhaut, die das Sehen schwächt
- virtual‑reality‑system — Computertechnik, die eine künstliche Realität zeigt
- autogeräusch — Geräusch, das ein Auto beim Fahren machtAutogeräusche
- drücken — Mit der Hand einen Knopf oder Schalter betätigendrückten
- kombinieren — Zwei oder mehr Hinweise oder Dinge zusammen benutzenkombinierte
- genauigkeit — Wie richtig oder präzise eine Messung ist
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Würdest du dich mehr auf Sehen oder auf Hören verlassen, um zu sagen, wann ein Auto ankommt? Warum?
- Hast du schon einmal Virtual‑Reality ausprobiert? Wie war die Erfahrung?
- Glaubst du, dass Sehen und Hören zusammen immer besser sind? Warum oder warum nicht?
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