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Fischer in Douala-Edea kämpfen gegen illegale Trawler — Level B2 — A group of people riding on the back of a boat

Fischer in Douala-Edea kämpfen gegen illegale TrawlerCEFR B2

8. Okt. 2025

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
6 Min
334 Wörter

Der Douala-Edea Nationalpark umfasst über 2,630 hectares (6,498.87 acres) Land und Meer an der Küste Kameruns. In den Fischergemeinden Mbiako, Yoyo I und Yoyo II kommt es wiederholt zu Angriffen durch industrielle Schleppnetzfischer, die vor Ort „Sapak“ oder chinesische Trawler genannt werden. Die illegale, nicht gemeldete und unregulierte (IUU) Fischerei setzt verbotene Chemikalien wie gamaline 20 ein, verwendet übergroße dichte Netze und sehr kleine Maschen, wodurch Mangroven geschädigt und die Fischbestände reduziert werden.

Fischer berichten von Gewalt auf See: Trawler verfolgen Boote mit Gewehren, zerstören Netze und verkaufen Ausrüstung in Douala. Drei Fischer wurden im letzten Jahr angeschossen; andere verloren mehrfach ihre Netze und gerieten in Schulden. Gemeinden meldeten Vorfälle an das Ministerium für Viehzucht, Fischerei und Tierindustrie über eine offizielle Person namens "Doctor Fish" und an das regionale Büro in Douala. Behörden forderten bei Beweisen GPS-Daten und Fotos an. Ein Bericht der Environmental Justice Foundation warnt, dass kleine Maschen junge Fische fangen und so künftige Bestände verringern. 2023 erteilte die Europäische Kommission eine "rote Karte", die den Eintritt kamerunischer Fischereiprodukte in die EU blockiert.

Politische Maßnahmen zielen darauf ab, Gemeinden in das Management einzubeziehen. 2024 veröffentlichte das Ministerium für Forstwirtschaft und Wildtiere im Rahmen des Programms für das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen der Südwest-Region (PSMNR-SWR) den „Leitfaden zur Einbindung lokaler Gemeinschaften in die Verwaltung von Schutzgebieten“, gefördert durch die deutsche Zusammenarbeit. Die Environmental Justice Foundation unterstützte die Schaffung von Local Collaborative Management Committees (LCMCs), die am 19. August in Mbiako und Yoyo eingerichtet wurden.

Mbiako ist nur per Wasser erreichbar und beherbergt etwa 3,000 Personen aus Ghana, Kamerun, Nigeria und Benin. Die zehnköpfigen Ausschüsse umfassen zwei Kameruner, zwei Nigerianer, zwei Ghanaer, zwei Frauen, Häuptlinge und Jugendliche; die Mitglieder wurden für eine fünfjährige Amtszeit gewählt, die einmal verlängerbar ist. Die LCMCs mobilisieren Gemeinden, teilen Informationen, sammeln Beschwerden über illegale Ausbeutung und helfen bei Patrouillen der Schutzgebietgrenzen. Leiter sagten, sie würden mit Regierung und NGOs zusammenarbeiten, und lokale Autoritäten sagten, sie seien sich der Trawler bewusst und würden geeignete Maßnahmen ergreifen.

Schwierige Wörter

  • schleppnetzfischerFischer, die mit großen Netzen arbeiten
  • mangroveKüstenbäume und -sträucher im Salzwasser
    Mangroven
  • mascheÖffnung im Netz, bestimmt welche Fische bleiben
    Maschen
  • bestandGesamtzahl einer Tierart in einem Gebiet
    Bestände
  • patrouilleregelmäßige Kontrolle zur Überwachung von Grenzen
    Patrouillen
  • einbindungBeteiligung lokaler Menschen an Entscheidungen

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Wie könnte die Einbindung lokaler Gemeinschaften dazu beitragen, illegale Fischerei und Schäden an Mangroven zu reduzieren? Nennen Sie zwei Gründe.
  • Welche praktischen Probleme könnten die zehnköpfigen Ausschüsse in Mbiako bei ihrer Arbeit haben? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Welche weiteren Maßnahmen könnten Behörden ergreifen, wenn Gemeinden Beweise wie GPS-Daten und Fotos vorlegen?

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