Experten für Kinderpsychologie an der Virginia Tech beobachten, dass Eltern zunehmend über die Folgen von Smartphones besorgt sind. Rosanna Breaux erklärt, dass Mittelschulalter — etwa 12 oder 13 Jahre — oft ein Zeitpunkt ist, an dem Jugendliche bereit für ein eigenes Telefon sein könnten. Zu viel Bildschirmzeit wird mit Angst, Depression, geringem Selbstwertgefühl, schlechtem Schlaf und kürzerer Aufmerksamkeitsspanne in Verbindung gebracht.
Koeun Choi nennt Vorteile von Festnetztelefonen: Sie fördern das gesprochene Gespräch, aktives Zuhören und andere Kommunikationsfähigkeiten, weil es keine sozialen Medien, Apps oder Textnachrichten gibt. Gemeinsame Telefone im Haus schaffen klarere Grenzen zwischen Schule, Sozialleben und Familienzeit.
Beide Experten raten, Technik nicht vollständig zu verbieten. Offene Gespräche, gesteuerte Nutzung und medienbegleitende Gespräche sind hilfreicher als strikte Verbote. Breaux empfiehlt Eltern, vor der Übergabe eines Smartphones drei praktische Fragen zu stellen.
Schwierige Wörter
- kinderpsychologie — Wissenschaft vom Verhalten und Erleben von Kindern
- mittelschulalter — Lebensalter von Jugendlichen in der Mittelstufe
- bildschirmzeit — Zeit, die jemand vor elektronischen Bildschirmen verbringt
- selbstwertgefühl — Gefühl des eigenen Wertes und Selbstvertrauens
- festnetztelefon — Telefon, das über Leitung zu Hause verbunden istFestnetztelefonen
- aufmerksamkeitsspanne — Dauer, in der man bei einer Sache bleibt
- gesteuerte Nutzung — Nutzung, die Eltern mit Regeln kontrollieren
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wann würden Sie einem Jugendlichen ein eigenes Smartphone geben, und warum?
- Wie könnte ein gemeinsames Telefon im Haus Grenzen zwischen Schule und Familienzeit schaffen?
- Welche Regeln für gesteuerte Nutzung würden Sie zu Hause einführen und wie würden Sie sie erklären?
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