Die Studie analysierte 19,824 NFL-Spieler, die ihr Debüt zwischen 1960 und 2019 hatten. Die Forschenden nutzten Karrieredaten und Informationen aus dem National Death Index, um die Todesursachen der 1,994 Verstorbenen zu untersuchen. Die Ergebnisse erschienen in eClinicalMedicine.
Von den verstorbenen Spielern starben 178 an neurodegenerativen Erkrankungen: 106 an Demenz, 39 an Parkinson und 33 an ALS. Die Mortalität durch neurodegenerative Erkrankungen war insgesamt viermal höher als in der Allgemeinbevölkerung. Die Demenzmortalität lag bei 3,8-mal und die Parkinson-Mortalität bei 3,88-mal höher.
Die Forschenden fanden Muster nach Karrieredauer und Position: Spieler mit mehr als fünf Jahren NFL-Erfahrung hatten ein doppelt so hohes Risiko für neurodegenerative Todesfälle wie Spieler mit ein bis vier Saisons. Geschwindigkeits-Positionen zeigten eine doppelte Demenzrate, möglicherweise durch eine größere kumulative g-Kraft-Exposition. Gleichzeitig sanken Krebs- und Herz-Kreislauf-Todesfälle, was die Autoren mit Fitness, Bewegung, medizinischem Zugang und einer Auswahlwirkung (STARS) erklärten. Co-Autor Jesse Mez wies darauf hin, dass Hirnbankstudien CTE als Hauptursache nennen.
Schwierige Wörter
- analysieren — Daten oder Informationen genau prüfen und erklärenanalysierte
- Mortalität — Anzahl der Todesfälle in einer Gruppe
- neurodegenerativ — Wenn Nervenzellen allmählich ihre Funktion verlierenneurodegenerativen, neurodegenerative
- Karrieredauer — Wie lange jemand beruflich aktiv war
- kumulativ — Sich über die Zeit ansammelnd oder steigendkumulative
- Auswahlwirkung — Wenn eine Gruppe nicht repräsentativ für alle ist
- Hirnbankstudie — Untersuchung von gespendetem Hirngewebe zur ForschungHirnbankstudien
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Was könnte man tun, um das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen bei Football-Spielern zu verringern?
- Wie könnte die Karrieredauer die Gesundheit von Spielern beeinflussen?
- Welche Folgen hat die Auswahlwirkung für die Interpretation solcher Studienergebnisse?
Verwandte Artikel
Neue PET-Studie zeigt veränderte Hirnmarker bei Parkinson
Eine Studie mit PET-Bildgebung verglich zwei Hirnmarker bei Gesunden und Menschen mit Parkinson. Bei Parkinson bricht die übliche Beziehung zwischen diesen Markern zusammen, was frühe Erkennung und kombinierte Tests wichtig macht.
Depressionsscreening funktioniert bei chronischen Schmerzen
Eine Studie zeigt, dass ein gängiger Depressionsfragebogen bei Menschen mit chronischen Schmerzen genauso valide ist wie bei Menschen ohne solche Schmerzen. Die Forschenden fanden keine Hinweise, dass Schmerzsymptome die Testergebnisse verzerren.
KI schätzt ADHS‑Risiko bei Kindern ein
Eine Studie zeigt, dass künstliche Intelligenz routinemäßige elektronische Gesundheitsdaten nutzen kann, um das spätere ADHS‑Risiko von Kindern Jahre vor einer üblichen Diagnose abzuschätzen. Frühe Erkennung könnte bessere Unterstützung ermöglichen.
Wissenlücken und Impfungen zu Masern in Notaufnahmen
Eine Studie der University of California, Riverside untersuchte Umfragedaten aus Notaufnahmen und fand große Lücken beim Wissen über Masern, Unsicherheit zum MMR-Impfstatus und anhaltende Impfzögerlichkeit. Notaufnahmen könnten Aufklärung und Verweis auf Impfstellen bieten.
Elite-Controller kontrollieren HIV ohne Medikamente
Eine kleine Gruppe von Menschen mit HIV hält das Virus ohne Medikamente nicht nachweisbar. Forschende untersuchen vor allem genetische Merkmale in Afrika, weil die Erkenntnisse neue Behandlungen oder Impfstoffe ermöglichen könnten.