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Studie: NFL-Spieler haben höhere Sterberaten durch Neurodegeneration (Level B2) — human brain toy

Studie: NFL-Spieler haben höhere Sterberaten durch NeurodegenerationCEFR B2

14. Juli 2026

Adaptiert nach Boston University, Futurity CC BY 4.0

Foto von Robina Weermeijer, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
277 Wörter

Ein Forscherteam der Boston University, Mass General Brigham und der Concussion & CTE Foundation führte die bisher größte Mortalitätsstudie unter Profi-Football-Spielern durch. Untersucht wurden 19,824 Athleten, die mindestens ein NFL-Spiel bestritten und ihr Debüt zwischen 1960 und 2019 hatten. Die Forschenden nutzten Karrieredaten, Angaben zu Position und Einsätzen sowie das National Death Index, um Todesursachen zu erfassen. Die Ergebnisse erschienen in eClinicalMedicine.

Von den 1,994 Verstorbenen starben 178 an neurodegenerativen Erkrankungen: 106 an Demenz, 39 an Parkinson und 33 an ALS. Insgesamt war die Sterblichkeit durch neurodegenerative Erkrankungen viermal höher als in der Allgemeinbevölkerung; die Demenzmortalität betrug 3,8-mal und die Parkinson-Mortalität 3,88-mal.

Die Studie zeigte klare Muster nach Karrieredauer und Position. Spieler mit mehr als fünf Jahren in der NFL hatten ein doppelt so hohes Risiko für neurodegenerative Todesfälle im Vergleich zu Spielern mit ein bis vier Saisons. NFL-Spieler in Geschwindigkeits-Positionen wiesen eine doppelte Demenzrate gegenüber Nicht-Geschwindigkeits-Spielern auf; die Forschenden führen dies auf eine größere kumulative g-Kraft-Exposition zurück. Offensiv- und Defensivlinemen zeigten niedrigere Neurodegenerations- und Demenzmortalität.

Gleichzeitig fanden die Autoren niedrigere Sterberaten an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die sie körperlicher Fitness, regelmäßiger Bewegung, besserem Zugang zur medizinischen Versorgung und einer Auswahlwirkung ("selection through athletic resilience survivor", STARS) zuschreiben. Co-Autor Jesse Mez betonte, dass eine vierfache Zunahme der Demenzraten durch eine vermutete Umwelteinwirkung enorm sei und verwies auf Hirnbankstudien, die CTE als Hauptursache nennen; er beschrieb zudem eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Football-Exposition und Risiko. Die Studie wurde unter anderem vom National Institute of Neurological Disorders and Stroke, vom National Institute on Aging und vom Maloney/Carpenter Trauma-Related Neurodegenerative Disease Research Fund gefördert.

Schwierige Wörter

  • neurodegenerativfortschreitender Schaden an Nervenzellen im Gehirn
    neurodegenerativen, neurodegenerative
  • SterblichkeitAnteil der Todesfälle in einer Gruppe
  • KarrieredauerGesamte Zeit einer sportlichen Laufbahn
  • kumulativsich über die Zeit aufsummierend
    kumulative
  • Positionbestimmte Spielrolle eines Spielers im Team
    Geschwindigkeits-Positionen
  • AuswahlwirkungAuswahl von gesunden, leistungsfähigen Personen
  • Dosis-Wirkungs-Beziehunggrößere Exposition führt zu höherem Risiko

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Folgen sollten Sportverbände aus der Beobachtung ziehen, dass längere Karrieren ein höheres Risiko für neurodegenerative Todesfälle haben?
  • Welche Maßnahmen könnten Spieler oder Teams ergreifen, um die kumulative g-Kraft-Exposition zu reduzieren? Nenne zwei konkrete Beispiele.
  • Welche weiteren Untersuchungen wären hilfreich, um den Zusammenhang zwischen Football-Exposition und Demenz besser zu verstehen?

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