Zwei neue Malaria-Impfstoffe, RTS,S/AS01 und R21/Matrix-M, werden inzwischen in 25 Ländern als Teil der Routineimpfungen eingesetzt. 2024 war erneut eine schwere Malariabelastung zu verzeichnen; weltweit gab es 270 Millionen Fälle und 595.000 Todesfälle, wobei drei Viertel der Todesfälle Kinder unter fünf Jahren betrafen.
Die Impfstoffe bieten nur einen teilweisen Schutz und erfordern vier Dosen. Daten aus grossen Pilotprogrammen in Ghana, Kenia und Malawi zeigen, dass die Kombination der Impfstoffe mit bestehenden Malariemaßnahmen die Kindersterblichkeit um 13 Prozent senken kann. Die Vierdosen-Regel macht die Umsetzung anspruchsvoll, weil Impfkontakte dadurch schwerer zu vervollständigen sind.
Ghana setzte auf enge Koordination zwischen allgemeinen Immunisierungsprogrammen und Malariemaßnahmen und schulte Personal für die Reaktion auf Sicherheitsgerüchte. Nigeria führte RTS,S 2024 in ausgewählten Hochlaststaaten ein und koppelt Impfungen mit Kampagnen zur saisonalen Malariaprävention. Experten betonen, dass Impfung, Netze und Chemoprävention zusammengehören.
Schwierige Wörter
- routineimpfung — regelmäßige Impfungen für die BevölkerungRoutineimpfungen
- malariabelastung — Gesamtzahl von Krankheiten und Folgen durch Malaria
- kindersterblichkeit — Anteil der Kinder, die vor dem fünften Geburtstag sterben
- vierdosen-regel — Vorschrift, dass vier Impfstoffdosen nötig sind
- impfkontakt — Termin oder Gelegenheit für eine einzelne ImpfungImpfkontakte
- koordination — Zusammenarbeit verschiedener Programme oder Organisationen
- sicherheitsgerücht — Gerücht über mögliche Sicherheitsprobleme eines ImpfstoffsSicherheitsgerüchte
- chemoprävention — Medikamentöse Vorbeugung gegen eine bestimmte Krankheit
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Diskussionsfragen
- Welche praktischen Schritte könnten Gesundheitsdienste machen, damit Eltern alle vier Impfkontakte einhalten?
- Warum ist es wichtig, Impfung, Moskitonetze und Chemoprävention zusammen anzuwenden?
- Wie sollten Behörden Ihrer Meinung nach auf Sicherheitsgerüchte über Impfstoffe reagieren?
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