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Forscher identifizieren Hirnnetzwerk, das Parkinson‑Symptome trägt — Level B2 — a computer generated image of a human brain

Forscher identifizieren Hirnnetzwerk, das Parkinson‑Symptome trägtCEFR B2

16. Feb. 2026

Adaptiert nach Shawn Ballard-Wash. U. in St. Louis, Futurity CC BY 4.0

Foto von Shawn Day, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
298 Wörter

Wissenschaftler haben das somato‑kognitive Aktionsnetzwerk (SCAN) als mögliches Schlüsselziel für Parkinson‑Therapien identifiziert. Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen Menschen betrifft. Zwar lindern bestehende Behandlungen wie Medikamente und tiefe Hirnstimulation (DBS) Beschwerden, sie stoppen die Erkrankung aber nicht.

Die von Hesheng Liu und Coautor Nico U. Dosenbach geleitete Arbeit, an der das Changping Laboratory und die Washington University School of Medicine beteiligt waren, stützte sich auf Hirnbilddaten von mehr als 800 Teilnehmenden in den USA und China. Die Probandengruppe umfasste Menschen mit Parkinson, Personen mit anderen Bewegungsstörungen und gesunde Kontrollpersonen. Dosenbach hatte SCAN erstmals 2023 in Nature beschrieben; das Netzwerk liegt im Motorkortex und verbindet die Planung und Rückkopplung von Bewegungen mit kognitiven Prozessen.

Die Analyse zeigte, dass Parkinson durch eine Hyperkonnektivität zwischen SCAN und dem Subkortex gekennzeichnet ist, einem Bereich, der an Emotion, Gedächtnis und motorischer Kontrolle beteiligt ist. Alle vier untersuchten Therapieformen – Medikamente, DBS, transkranielle Magnetstimulation (TMS) und fokussierter Ultraschall – wirkten am besten, wenn sie diese Hyperkonnektivität reduzierten und den Aktionsschaltkreis normalisierten. In einer kleinen klinischen Studie verdoppelte und mehr die gezielte TMS die Symptombesserung: 18 Patienten mit SCAN‑gezielter TMS zeigten nach zwei Wochen eine Ansprechrate von 56 %, verglichen mit 22 % bei 18 Patienten, die angrenzend stimuliert wurden.

Dosenbach betont, dass nichtinvasive Verfahren wie TMS frühere Neuromodulation erlauben könnten, weil sie keine Operation erfordern. Als nächste Schritte sind klinische Studien geplant, unter anderem mit Turing Medical zur Prüfung von Oberflächenelektrodenstreifen über SCAN zur Behandlung von Gangstörungen sowie Studien mit niedrigintensivem fokussiertem Ultraschall.

  • Gefördert durch: Changping Laboratory
  • US National Institutes of Health; National Natural Science Foundation of China
  • National Key R&D Program of China; Intellectual and Developmental Disabilities Research Center
  • Kiwanis Foundation; Washington University Hope Center for Neurological Disorders
  • Collaborative Innovation Center of Neuropsychiatric Disorders and Mental Health of Anhui Province

Schwierige Wörter

  • aktionsnetzwerkNetzwerk im Gehirn, das Aktionen und Planung verbindet
  • hyperkonnektivitätübermäßige Verbindung zwischen verschiedenen Hirnarealen
  • subkortextiefer gelegener Hirnbereich für Emotion und Gedächtnis
  • neuromodulationVeränderung der Gehirnaktivität durch therapeutische Mittel
  • transkranielle magnetstimulationnichtinvasive Methode zur Stimulation des Gehirns
    transkranielle Magnetstimulation (TMS)
  • tiefe hirnstimulationoperative elektrische Stimulation tiefer Hirnstrukturen
    tiefe Hirnstimulation (DBS)
  • fokussierter ultraschallgezielte Schallwellen zur Behandlung bestimmter Hirnareale
  • ansprechrateProzentualer Anteil der Patienten mit Symptombesserung

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Diskussionsfragen

  • Welche Vorteile und möglichen Risiken sehen Sie bei nichtinvasiven Verfahren wie TMS im Vergleich zu operativen Methoden?
  • Wie könnte die Identifikation von SCAN die Behandlung anderer Bewegungsstörungen beeinflussen?
  • Worauf sollten künftige klinische Studien besonders achten, um die Wirksamkeit von SCAN‑gezielten Therapien zu bestätigen?

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