Swissmedic hat im Juli Coartem Baby zugelassen, die erste Malariaformulierung für Neugeborene und Säuglinge unter fünf Kilogramm. Die Zulassung wirft Fragen dazu auf, warum diese Behandlungslücke erst 2025 geschlossen wurde, obwohl jedes Jahr viele Babys in Malaria-Gebieten geboren werden.
Coartem Baby entstand in Zusammenarbeit von Novartis und der gemeinnützigen Medicines for Malaria Venture (MMV). Jahrzehntelang behandelten Gesundheitsfachkräfte Neugeborene mit improvisierten Mitteln, etwa zerbrochenen Tabletten für Erwachsene oder mit Präparaten für ältere Kinder. Adam Aspinall von MMV sagte, die Fachkräfte mussten niedrigere Dosen verwenden und auf das Beste hoffen.
Gründe für die Verzögerung waren falsche Annahmen über mütterliche Antikörper, der Ausschluss von Neugeborenen aus Studien, geringe kommerzielle Renditen und eine schwache regulatorische Kapazität in vielen afrikanischen Ländern. Coartem Baby ist eine dispersible Tablette, die sich in Muttermilch auflöst und Dosen von Artemether und Lumefantrin enthält, die an den Stoffwechsel von Neugeborenen angepasst sind.
Schwierige Wörter
- Geburt — Wenn ein Baby auf die Welt kommt.Babys, geboren
- Malaria — Eine Krankheit, die durch Mücken übertragen wird.
- Medikament — Ein Mittel zur Behandlung von Krankheiten.Medikamente
- Genehmigung — Die Erlaubnis, etwas zu machen.
- Gesundheitsversorgung — Die Versorgung mit medizinischer Hilfe.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es wichtig, dass jedes Kind Zugang zu sicherer Behandlung hat?
- Wie kann das Gesundheitswesen in ärmeren Ländern verbessert werden?
- Welche Rolle spielen Innovationen im Gesundheitswesen?
Verwandte Artikel
Im Winter die Notaufnahme vermeiden
Winterwetter erhöht Sturz- und Krankheitsrisiken. Gefrorene Wege und mehr Atemwegsviren führen zu mehr Notaufnahmen. Ein Notfallmediziner gab Ratschläge im Fernsehen und rutschte kurz darauf selbst aus; Vorsicht und Hinweise sollen Notfälle verhindern.
Billigkosmetik in Lateinamerika: Giftstoffe in Marktware
In vielen Städten Lateinamerikas verkaufen informelle Stände Kosmetik ohne Etiketten oder Gesundheitszertifikat. Studien finden Arsen, Quecksilber, Blei und andere Schwermetalle; Behörden beschlagnahmten im Juli 2025 fast zwei Tonnen Fälschungen in El Cercado.
Guter Internetzugang bleibt für viele unerreichbar
Ein neuer Bericht warnt: Ein anständiger Internetanschluss ist für 90 Prozent der Menschen in einkommensschwachen und -mittleren Ländern unerreichbar. Während der COVID-19-Pandemie wurde zuverlässiges Internet für Gesundheit, Bildung und Arbeit besonders wichtig.
KI soll Todesursachen in armen Ländern besser erfassen
Ein dreijähriges Projekt namens CODA will mit künstlicher Intelligenz Sterbedaten in Ländern mit niedrigem Einkommen verbessern. Das System nutzt Interviews und historische Daten; begrenzte Tests sind ab September in Südafrika und Bangladesch geplant.