Forschende haben herausgefunden, dass Nervenzellen im Gehirn von Heuschrecken PFAS-Verbindungen erkennen und voneinander unterscheiden können. Diese Substanzen sind auch als Ewigkeitschemikalien bekannt, weil sie sich nur sehr langsam zersetzen. Sie kommen in vielen Alltagsprodukten vor und belasten weltweit die Umwelt.
Bisher ist der Nachweis dieser Stoffe teuer und kompliziert. Wissenschaftler versuchen seit langem, künstliche Sensoren zu bauen, die so empfindlich sind wie die Natur. In einem Experiment haben Forschende deshalb die Aktivität im Heuschreckenhirn gemessen, während die Tiere verschiedenen Gasen ausgesetzt waren.
Die Versuche zeigten, dass jede Verbindung ein einzigartiges Muster erzeugt. Dieser biologische Fingerabdruck half den Tieren, die Chemikalien selbst bei geringer Konzentration zu unterscheiden. Das hat das Team überrascht, da die Insekten sich nicht gemeinsam mit diesen künstlichen Stoffen entwickelt haben.
Als nächsten Schritt testet das Team Wasserproben aus Michigan, um den Ansatz außerhalb des Labors zu prüfen. Letztendlich hoffen die Forschenden, tragbare Sensoren für die Umwelt zu entwickeln.
Schwierige Wörter
- zersetzen — In kleinere Teile oder einfache Stoffe zerfallen.
- Nachweis — Die wissenschaftliche Feststellung oder der Beweis von etwas.
- empfindlich — Sehr reaktionsfähig auf äußere Einflüsse oder Reize.
- Konzentration — Die Menge eines Stoffes in einer bestimmten Menge Flüssigkeit.
- Ansatz — Eine bestimmte Methode oder Herangehensweise an ein Problem.
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum ist es ein Problem, dass PFAS-Verbindungen sich nur sehr langsam in der Natur zersetzen?
- Welche Vorteile könnte es haben, die feinen Sinne von Insekten für technische Erfindungen zu nutzen?
- Denken Sie, dass solche biologischen Sensoren bald im Alltag helfen können? Warum oder warum nicht?
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