Forscherinnen und Forscher erklären, wie riesige Schluchten in der andinen Hochfläche in Peru entstanden. Sie nutzten Computermodelle, die tektonische Geschichte und Klimaabschätzungen verbanden. Die Modelle zeigen, dass weder schnelle Hebung noch mehr Regen allein die Schluchten bilden konnten. Beide Faktoren halfen, aber ein anderer Prozess war entscheidend.
Dieser Prozess heißt Flussübernahme. Dabei erodiert ein Fluss einen Grat und lenkt das Wasser eines Nachbarflusses um. Das zusätzliche Wasser verstärkt die Erosion, so kann der übernehmende Fluss viel tiefer schneiden. Wichtig war außerdem, dass die Hebung langsamer wurde. Eine langsamere Hebung ermöglichte, dass Flüsse Gratrücken durchschneiden konnten.
Schwierige Wörter
- schlucht — tiefe, enge Landschaft zwischen hohen FelswändenSchluchten
- hochfläche — große, flache Landschaft in großer Höhe
- tektonisch — mit Bewegungen der Erdkruste verbundentektonische
- flussübernahme — ein Fluss lenkt Wasser eines anderen Flusses um
- erodieren — Gestein oder Boden langsam durch Wasser abtragenerodiert
- hebung — Anheben von Erdschichten über lange Zeit
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Diskussionsfragen
- Hast du schon einmal eine tiefe Schlucht gesehen? Wo?
- Warum ermöglichte eine langsamere Hebung den Flüssen, Gratrücken zu durchschneiden?
- Findest du die Idee der Flussübernahme interessant? Warum oder warum nicht?
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