In der in Nature Communications veröffentlichten Studie beschreiben Forschende ein Zweischrittverfahren, das bei Säugetieren regenerative Prozesse anstößt. Nach dem Wundverschluss wurde zuerst FGF2 aufgetragen, was zur Bildung eines blastema-ähnlichen Gewebes führte. Mehrere Tage später folgte die Applikation von BMP2, die diese Zellen zur Bildung neuer Strukturen anregte.
Die Behandlung rekonstruierte viele der bei einer Amputation entfernten Bestandteile, darunter Knochen, Gelenkstrukturen, Sehnen, Bänder und anderes Bindegewebe. Die Gewebe waren keine perfekten Duplikate, zeigten aber eine natürliche Organisation von Skelett- und Bindeelementen. Wichtig war außerdem, dass keine externen Stammzellen zugeführt werden mussten.
Die Forschenden sehen Potenzial für medizinische Anwendungen, etwa zur Verringerung von Narbenbildung, da BMP2 bereits für einige Anwendungen zugelassen ist und FGF2 in klinischen Studien geprüft wird.
Schwierige Wörter
- zweischrittverfahren — Verfahren mit zwei aufeinanderfolgenden Behandlungsschritten
- regenerativ — Fähig, verlorene Körperteile oder Gewebe neu zu bildenregenerative
- wundverschluss — Schluss einer Wunde, damit sie nicht offen bleibt
- blastema-ähnlich — Wie ein Blastema; eine Zellgruppe für Regenerationblastema-ähnlichen
- applikation — Auftragen oder Verabreichen eines Medikaments oder Stoffes
- rekonstruieren — Etwas neu herstellen oder wiederaufbauenrekonstruierte
- stammzelle — Urzelle, die verschiedene Zelltypen bilden kannStammzellen
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Diskussionsfragen
- Wie wichtig ist Ihnen, dass keine externen Stammzellen zugeführt wurden? Warum?
- Welche Vorteile könnten Patientinnen und Patienten von einer Behandlung mit weniger Narbenbildung haben?
- Würden Sie einer Behandlung zustimmen, die FGF2 und BMP2 verwendet, wenn sie als sicher gilt? Begründen Sie kurz.
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