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Studie: Wenig Vielfalt in Zulassungsstudien für Arzneimittel — Level B2 — man in white chef uniform holding black and silver power tool

Studie: Wenig Vielfalt in Zulassungsstudien für ArzneimittelCEFR B2

17. Dez. 2025

Adaptiert nach Jules Bernstein - UC Riverside, Futurity CC BY 4.0

Foto von National Cancer Institute, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
273 Wörter

Eine neue Studie von Forschenden der University of California, Riverside und der UC Irvine hat 341 entscheidende klinische Studien aus dem Zeitraum 2017–2023 ausgewertet. Die Analyse ergab, dass nur 6% dieser Studien die rassische und ethnische Zusammensetzung der Vereinigten Staaten widerspiegeln. Die Einschreibungen schwarzer und hispanischer Personen verringerten sich ab 2021, während der Anteil asiatischer Teilnehmender zunahm und die Beteiligung weißer Teilnehmender weitgehend stabil blieb.

Die Autorinnen und Autoren betonen, dass viele dieser Studien nach den Standards des International Council for Harmonisation (ICH) durchgeführt werden und sich geographisch auf die USA, Europa, China und Japan konzentrieren. Sub-Sahara-Afrika und große Teile Lateinamerikas beherbergen weniger als 3% der entscheidenden Studien und werden oft nicht in die Evidenz einbezogen, die die Arzneimittelpraxis für Millionen Menschen in den USA prägt. Brasilien trat 2016 dem ICH bei; Mexiko 2021 und Argentinien 2024. Diese Änderungen könnten die Verteilung künftiger Studien beeinflussen.

Sophie Zaaijer, Mitautorin, betont, dass Präzisionsmedizin darauf beruht, wie genetische Unterschiede Behandlungsergebnisse beeinflussen. Co-Autor Simon "Niels" Groen weist darauf hin, dass Abstammung allein nicht der einzige Leitfaden für Therapieentscheidungen sein sollte, aber dass genetische Unterschiede in frühen Phasen wichtig sind, weil verschiedene Allele die Arzneimittelantwort verändern können. Wenn Studien nur einen engen Ausschnitt der Menschheit umfassen, lässt sich die Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikaments nicht für alle sicher beurteilen.

  • Ziele für Diversität bereits in der präklinischen Phase festlegen
  • Prüfstandorte so wählen, dass lokale Gesundheitsbedürfnisse und genetische Hintergründe abgebildet werden
  • Biologische Proben wie Blut oder Speichel sammeln, um Reaktionen zu untersuchen

Die Studie, veröffentlicht in Communications Medicine, schließt, dass stärkere, abstammungsbewusste Daten von Anfang an nötig sind, damit Präzisionsmedizin alle Patientinnen und Patienten erreichen kann.

Schwierige Wörter

  • zusammensetzungArt und Anteil verschiedener Bevölkerungsgruppen
  • präzisionsmedizinmedizinische Behandlung, die individuelle Unterschiede berücksichtigt
  • allelVersion einer gleichen Genstelle in der DNA
    Allele
  • einschreibungAnzahl der Personen, die an einer Studie teilnehmen
    Einschreibungen
  • präklinischBevor klinische Studien am Menschen beginnen
    präklinischen
  • evidenzGesammelte wissenschaftliche Belege für eine Behandlung
  • abstammungsbewusstDaten, die Herkunft und genetische Unterschiede berücksichtigen
    abstammungsbewusste
  • entscheidendBesonders wichtig für das Ergebnis oder die Entscheidung
    entscheidende

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Folgen kann es haben, wenn klinische Studien die Vielfalt der Bevölkerung nicht abbilden?
  • Wie könnten die ICH-Beitritte von Brasilien, Mexiko und Argentinien die Verteilung künftiger Studien beeinflussen?
  • Welche Schwierigkeiten sehen Sie bei der Wahl von Prüfstandorten, die lokale Gesundheitsbedürfnisse und genetische Hintergründe abbilden?

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