Die Diagnose von Demenz ist oft schwierig, weil verschiedene Krankheiten ähnlich aussehen oder zusammen auftreten. Forschende stellten einen KI-basierten Bluttest vor, der vier häufige Ursachen von Demenz und gesundes Gehirnaltern unterscheiden kann und über 90% Genauigkeit erreichte.
Für den Test wählten sie ein Set von 15 Proteinen, die Hinweise auf Alzheimer, Schäden an Synapsen und Nerven sowie Entzündungen geben. Das Modell wurde an Daten von mehr als 3.200 Personen trainiert.
Der Test ist noch nicht für die Klinik zugelassen. Es sind größere und vielfältige Studien sowie prospektive Untersuchungen nötig, um den Nutzen für Therapieentscheidungen und Studienauswahl zu prüfen.
Schwierige Wörter
- demenz — Krankheit mit Gedächtnisverlust und Denkstörungen
- diagnose — Finden und Name einer Krankheit durch Tests
- genauigkeit — Wie richtig ein Ergebnis oder Test ist
- protein — Molekül im Blut oder Körper, das Hinweise gibtProteinen
- entzündung — Reaktion des Körpers mit Schmerz oder SchwellungEntzündungen
- synapse — Verbindung zwischen zwei Nervenzellen im GehirnSynapsen
- trainieren — Daten verwenden, damit ein Modell lernttrainiert
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Warum sind laut Text größere und vielfältige Studien wichtig?
- Würden Sie persönlich einem Bluttest zur Unterstützung einer Demenzdiagnose vertrauen? Warum oder warum nicht?
- Welche Hinweise geben die ausgewählten Proteine laut Artikel?
Verwandte Artikel
Weniger mGlu5-Rezeptoren im Gehirn von Erwachsenen mit Autismus
Eine Studie fand bei erwachsenen Menschen mit Autismus eine geringere Verfügbarkeit des metabotropen Glutamatrezeptors 5 (mGlu5) im Gehirn. Die Befunde stützen eine Theorie zum Erregungs-Hemmungs-Ungleichgewicht und haben mögliche klinische Folgen, aber auch Grenzen.
Virtuelles Ernährungs‑ und Bewegungsprogramm hilft Lymphom‑Patienten
Erste Ergebnisse der LIFE‑L‑Studie zeigen: Ein virtuelles Programm zu Ernährung und Bewegung kann Patientinnen und Patienten während einer Chemotherapie helfen, länger in der Therapie zu bleiben und weniger Symptome zu haben.
Sensorische Hirnareale sind wichtig für das Sprechenlernen
Eine Studie der Yale-Forschenden zeigte: Beim Behalten neu gelernter Sprechbewegungen sind sensorische Hirnprozesse entscheidend. Störungen im auditorischen oder somatosensorischen Kortex schwächen das Behalten, eine Störung im motorischen Kortex nicht.
Batterielose Metallmarken senden Ultraschall
Forschende entwickelten winzige, batterielose Metallmarken, die bei Berührung kurze Ultraschallsignale aussenden. Nahe Wearables können diese Signale erkennen; die Marken sind günstig, klein und sollen datenschutzfreundliche Smart-Home-Erkennung ermöglichen.