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Digitale Gig-Arbeit verändert die Arbeit in Afrika — Level B2 — man using black laptop computer

Digitale Gig-Arbeit verändert die Arbeit in AfrikaCEFR B2

19. März 2026

Adaptiert nach Adesewa Olofinko, Global Voices CC BY 3.0

Foto von Desola Lanre-Ologun, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
6 Min
309 Wörter

Digitale Gig-Arbeit verändert die Arbeitslandschaft in ganz Afrika. Städte wie Lagos, Accra und Nairobi fungieren als Knotenpunkte für Präsenzdienste wie Liefer- und Fahrdienste und zugleich für grenzüberschreitende digitale Aufträge. Die Online-Gig-Arbeit begann etwa 2015 mit der weiteren Verbreitung von Smartphones und beschleunigte sich nach 2020.

Heute verdienen schätzungsweise mehr als 21 Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner teilweise oder vollzeitlich durch Gig-Arbeit, und die Branche wächst jährlich ungefähr um 11 Prozent. Global wurde die Branche 2024 mit USD 556.7 billion bewertet und soll bis 2032 USD 1.8 trillion erreichen. Frauen stellen inzwischen etwa 27 Prozent der Online-Gig-Arbeitskräfte.

Alltagsgeschichten machen die Zahlen sichtbar: In Lagos öffnet Vivian um 9:00 ihren Laptop, geht zwölf Schritte ins benachbarte Büro, arbeitet über Zeitzonen und nutzt einen 3.5 kWh Inverter bei Stromausfällen. In Accra startet Diana Akumkadoa um 6:00 ihre Ride‑Hailing‑App und fährt manchmal 14 Stunden; Plattformprovisionen können pro Fahrt bis zu 30 Prozent betragen. Cindy Sally mietet im City Galleria Mall in Accra einen Schreibtisch für GHS 200 pro Tag und arbeitet für ein in den USA ansässiges Unternehmen, nachdem sie Kunden auf Plattformen wie Upwork fand. Auf Upwork zahlen Freiberuflerinnen und Freiberufler oft 10 bis 15 Prozent Gebühren, wie Faith Abiodun Uwaifo berichtet; sie arbeitet für Kundinnen und Kunden in den United States, Canada, Thailand und dem United Kingdom und richtet ihren Arbeitstag in Nigeria nach Pacific Standard Time ein.

Bevölkerungswachstum und Arbeitsmarktdruck prägen das Umfeld: Afrika wuchs von 283 Millionen in 1960 auf mehr als 1,5 Milliarden heute und könnte bis 2050 2,5 Milliarden erreichen. Jedes Jahr treten etwa 10 Millionen junge Menschen in den Arbeitsmarkt ein, und in Nigeria sind 35 Prozent der jungen Menschen freiberuflich tätig. Gig-Arbeit bietet vielen Frauen Zugang und Flexibilität, doch Plattformgebühren, Zahlungs‑kosten und Jobunsicherheit bleiben ernsthafte Herausforderungen. Das Recherchprojekt wurde von Africa No Filter unterstützt.

Schwierige Wörter

  • gig-arbeitBezahlte Kurzzeit- oder Auftragsarbeit über Plattformen
  • grenzüberschreitendzwischen verschiedenen Staaten oder Ländern stattfinden
    grenzüberschreitende
  • plattformprovisionTeil des Umsatzes, den Plattformen behalten
    Plattformprovisionen
  • freiberuflerPersonen, die selbstständig für Aufträge arbeiten
    Freiberuflerinnen
  • bevölkerungswachstumZunahme der Einwohnerzahl in einem Gebiet
  • inverterGerät, das Strom umwandelt und speichert
  • jobunsicherheitGefühl oder Zustand, dass Arbeit unsicher ist

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Welche Vor- und Nachteile hat Gig-Arbeit für junge Menschen in Afrika, wenn man das Bevölkerungswachstum berücksichtigt?
  • Wie könnten Städte wie Lagos, Accra oder Nairobi die Arbeitsbedingungen für Gig-Arbeiterinnen und -Arbeiter verbessern?
  • Welche Auswirkungen haben Plattformgebühren und Zahlungskosten auf das Einkommen von Freiberuflerinnen und Freiberuflern?

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