Forscher der Washington University in St. Louis untersuchten, ob Diamantstaub für Stratosphären-Aerosolinjektion (SAI) geeignet ist. SAI soll den Kühleffekt von Vulkanausbrüchen nachahmen, ohne die bekannten Schäden, die Sulfatpartikel verursachen können.
Das Team verwendete Berechnungen aus ersten Prinzipien, um Diamantstaub aus der wirtschaftlichen Detonationssynthese zu modellieren. Die Simulationen zeigen, dass detonationserzeugter Diamantstaub unvermeidlich Restkohlenstoffverunreinigungen enthält (typisch 1–5% der Masse) und sp2-hybridisierten Kohlenstoff bildet. Diese Verunreinigungen erhöhen die Lichtabsorption und können die Lichtstreuung der Diamanten um bis zu 25% reduzieren.
Frühere Abschätzungen gehen davon aus, dass mehrere Millionen Tonnen Partikel pro Jahr nötig wären, um die Erde merklich zu kühlen. Die Studie folgert, dass solche Nanodiamanten wahrscheinlich mehr Wärme absorbieren als sie reflektieren und daher ungeeignet sind. Die Ergebnisse erschienen im Journal of Aerosol Science.
Schwierige Wörter
- stratosphären-aerosolinjektion — Ein absichtlicher Aerosol-Einsatz in der StratosphäreStratosphären-Aerosolinjektion (SAI)
- diamantstaub — Sehr kleine Partikel aus Diamant
- detonationssynthese — Verfahren, Diamanten durch Explosionen herzustellen
- restkohlenstoffverunreinigung — Kohlenstoffreste in einem Material nach ProduktionRestkohlenstoffverunreinigungen
- sp2-hybridisiert — Kohlenstoff mit einer bestimmten Bindungsartsp2-hybridisierten
- lichtabsorption — Aufnahme von Licht durch ein Material
- lichtstreuung — Verteilung von Licht in verschiedene Richtungen
- nanodiamant — Sehr kleine Diamanten im NanometerbereichNanodiamanten
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Diskussionsfragen
- Würden Sie zustimmen, Partikel in der Stratosphäre zu sprühen, um das Klima zu kühlen? Begründen Sie kurz.
- Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei der Verwendung von Diamantstaub statt Sulfatpartikeln?
- Welche zusätzlichen Informationen würden Sie von Forschern benötigen, bevor man ein solches Projekt beginnt?
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