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Huck-Video im Parque Indígena do Xingu sorgt für Kritik — Level B2 — a man in a red and white boat on a river

Huck-Video im Parque Indígena do Xingu sorgt für KritikCEFR B2

20. Dez. 2025

Adaptiert nach Global Voices Brazil, Global Voices CC BY 3.0

Foto von gustavo nacht, Unsplash

Niveau B2 – Obere Mittelstufe
5 Min
291 Wörter

Im August drehte Luciano Huck eine Folge seiner Sonntagssendung im Parque Indígena do Xingu im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Fast vier Monate später wurde auf Instagram ein hinter den Kulissen gefilmter Clip (etwa eine Minute und 20 Sekunden) mit der Sängerin Anitta viral. Darin sind Besucherinnen und Besucher zu sehen, die Fotos machen und Mobiltelefone benutzen. Huck ruft „Handy!“ und bittet Personen mit „nicht‑traditioneller Kleidung“, beiseitezutreten; er sagt auch „räumt eure Kultur auf“, weil Handys die Kultur angeblich weniger authentisch erscheinen ließen. Ein indigener Mann übersetzt die Aussagen für seine Gemeinschaft.

Indigene Organisationen, darunter Apib und angeschlossene regionale Verbände, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung auf Instagram. Sie kritisierten, indigene Menschen als Mittel für „schöne Bilder“ zu behandeln, und forderten, dass der Zugang zu Technologie ein garantiertes Recht aller brasilianischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sei. Apib zeigte sich „empört“ über Hucks Worte. Huck reagierte in seinen Instagram‑Storys: Er sagte, er sei missverstanden worden, verwies auf seine lange Beziehung zu indigenen Gemeinschaften und bezeichnete die Bitte als „nur eine Entscheidung der künstlerischen Leitung, eine punktuelle Anpassung im Kontext eines Filmsets, nichts darüber hinaus“.

Die Organisationen hoben auch die praktische Rolle von Internet und Mobiltelefonen hervor:

  • Sie helfen bei der Überwachung und Verwaltung von Territorien.
  • Sie ermöglichen Zugang zu Bildung und Arbeit.
  • Sie erleichtern die Kommunikation mit anderen Gemeinschaften und dem Staat.
  • Sie machen Menschenrechtsverletzungen sichtbar, die zuvor unsichtbar blieben.

Der Parque Indígena do Xingu umfasst rund 27,000 square kilometres (10.4 square miles). Er wurde 1961 per Dekret anerkannt und 1978 eingerichtet. Heute leben dort 6,177 Menschen aus 16 indigenen Ethnien. Laut dem IBGE-Volkszählungsergebnis von 2022 gibt es national 1,694,836 indigene Menschen und 391 ethnische Gruppen in Brasilien. Gleichzeitig prüft der Kongress eine Verfassungsänderung zur Landdemarkation, die diesen Monat zur Abstimmung stehen könnte.

Schwierige Wörter

  • kulturLebensweise, Traditionen und Bräuche einer Gruppe
  • verbandOrganisation, die mehrere Gruppen oder Vereine verbindet
    Verbände
  • rechtGesetzlich geschützter Anspruch oder Freiheit einer Person
  • überwachungBeobachtung und Kontrolle eines Gebiets oder Prozesses
  • mobiltelefonTragbares Telefon zum Telefonieren und für Internet
    Mobiltelefone
  • sichtbarSo, dass etwas gesehen oder bemerkt werden kann
  • verfassungsänderungÄnderung der Verfassung eines Staates
  • viralSchnell und weit verbreitet im Internet

Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.

Diskussionsfragen

  • Wie sollten Medien Ihrer Meinung nach vorgehen, wenn sie in indigenen Gebieten filmen? Begründen Sie kurz.
  • Welche Vorteile des Zugangs zu Mobiltelefonen für indigene Gemeinschaften nennt der Text? Nennen Sie zwei Beispiele.
  • Wie bewerten Sie Hucks Aussage, seine Bitte sei 'nur eine Entscheidung der künstlerischen Leitung'? Begründen Sie Ihre Meinung.

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