Elizabeth wuchs in Zentral‑Myanmar auf und las als Kind gern chinesische Fantasyromane. Ihre Tante betrieb ein kleines Buchverleihgeschäft, und später, während des Medizinstudiums, begann sie einen Blog mit Liebesgedichten und kurzen „Edutainment“‑Texten zu Gesundheitsthemen. Sie schloss 2012 ihr Studium an der University of Medicine ab und spezialisierte sich später auf interventionelle Kardiologie.
Nach dem Militärputsch 2021 weigerte sie sich, für das Regime zu arbeiten. Sie streamte Botschaften live, um andere Gesundheitsarbeiterinnen zur Gegenwehr zu ermutigen. Die Behörden klagten gegen sie, und sie versteckte sich etwa ein Jahr in abgelegenen Dörfern. 2022 floh sie nach Mae Sot in Thailand.
Im Exil veränderte sich ihre Sicht auf Patriarchat und Feminismus. Musik wurde für sie ein Mittel zur Heilung und Organisation: Lieder von ihr wurden Teil der Blood Money Campaign und liefen auf NUG Radio. Mit Unterstützung durch Exile Hub, eine Organisation, die Geflüchtete stärkt, arbeitet sie an der Serie The Phoenixes.
Schwierige Wörter
- medizinstudium — Ausbildung zum Arzt oder zur Ärztin
- spezialisieren — eine Fachrichtung genauer lernen oder arbeitenspezialisierte
- kardiologie — Teil der Medizin für Herzkrankheiten
- militärputsch — Gewaltsame Übernahme der Regierung durch Militär
- streamen — Live oder online Ton und Bild sendenstreamte
- exil — Leben im Ausland nach politischer Flucht
- geflüchtete — Personen, die wegen Gefahr ihr Land verlassen
- unterstützung — Hilfe oder Förderung für jemanden oder etwas
Tipp: Fahre über markierte Wörter oder tippe darauf, um kurze Definitionen zu sehen – während du liest oder zuhörst.
Diskussionsfragen
- Wie kann Musik Menschen im Exil helfen? Nenne zwei Gründe.
- Warum könnte jemand sich weigern, für ein Regime zu arbeiten?
- Welche Unterstützung sollten Organisationen wie Exile Hub Geflüchteten geben?
Verwandte Artikel
Große Umweltschäden in Gaza nach dem Waffenstillstand
Nach fast zwei Jahren Bombardement und Blockade wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet. Experten warnen vor massiven Umwelt- und Gesundheitsfolgen, zerstörter Infrastruktur, großer CO₂-Emissionen und Risiken für Trinkwasser und Ernährungssicherheit.
Talia Levitt: Mutterschaft und Malerei in „24/7“
Die New Yorker Künstlerin Talia Levitt zeigt in „24/7“ Bilder über frühe Mutterschaft, gemalt zwischen Betreuung und Atelier. Sie verbindet Haushaltsgegenstände mit kunsthistorischen Techniken; die Schau reist weiter zur K11 Art Foundation in Shanghai.
Dokumentarfilm über Igor Kon gewinnt Regiepreis
Ein neuer Dokumentarfilm über Igor Kon erhielt im März 2025 auf dem Festival Artdocfest den Preis für beste Regie. Der Film wurde von Narra und der Journalistinnen‑Genossenschaft Bereg produziert und auf Meduzas YouTube‑Kanal veröffentlicht.
Gewaltsame Proteste in Kathmandu treffen Journalistinnen und Journalisten
Am 8. September eskalierten Proteste der Generation Z in Kathmandu und wurden gewalttätig. Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten gerieten in die Unruhen; am 9. September brannte das Büro der Annapurna Post und die Zahl der Toten stieg auf 19.